Der digitale Hintern

Ich weiß ja nicht, woran Sie bei dieser Überschrift denken, aber ob Sie es glauben oder nicht, es handelt sich dabei um etwas Gutes. Denn die Erfindung des Roboter-Hinterns löst gleich mehrere Probleme auf einmal. Schließlich hilft diese glorreiche Erfindung dabei, ärztliche Untersuchungen an oder genauer gesagt in demselben täuschend echt zu simulieren.

Alle männlichen Leser sollten deshalb jetzt sehr dankbar sein. Schließlich kommt kaum ein Mann im Laufe seines Lebens um eine Prostatauntersuchung herum. Und diese Untersuchung ist wirklich, wirklich nicht angenehm und wirklich, wirklich sehr intim. Und wenn das schon sein muss, dann will ich doch zumindest sicher sein, dass der Arzt oder die Ärztin genau wissen, was sie da tun. Dafür müssen die diese Untersuchung aber üben. Sie erfordert nämlich nicht nur Feingefühl, sondern eben auch Erfahrung. Und wie bekommt man Erfahrung? Ja, genau, durch Training. Aber wer stellt sich schon für eine derartige Untersuchung freiwillig als Testperson zur Verfügung, wenn ein Anfänger oder eine Anfängerin unter den wachsamen Augen eines erfahrenen Arztes oder einer erfahrenen Ärztin und bei Anwesenheit etlicher Studierender ihre ersten Tastübungen im Originalobjekt machen? Eben. Das will niemand.

Und genau deshalb wurde der naturgetreu nachgebildete und mit etlichen digitalen Sensoren ausgestattete Hintern erfunden. Der digitale Hintern soll ziemlich realistisch sein und ich verkneife mir jetzt mit Absicht jeden blöden Witz darüber, denn das kann nur gut sein für uns Männer. – Und wer jetzt noch sagt, die Digitalisierung bringe keine Vorteile, kann sich ja gleich einmal einen Termin zur Prostatauntersuchung geben lassen.

Mein Name ist Wapoid Tompson und das hier ist mein ganz persönliches #Neuland. Sie kennen mich vielleicht schon aus dem Buch „#Neuland – 40.000 Jahre Medienkompetenz“. Dort durfte ich ein bisschen Hilfestellung geben, wenn es um Fragen des digitalen Lebens ging.

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