Thomas Schmidt Geschrieben von Thomas Schmidt

Putting people first

13. Juli 2025 2 min Lesezeit

Putting people first Machen wir den Unterschied

Wie können wir die rasante Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz mit dem deutlich langsameren Takt unseres Bildungssystems so in Einklang bringen, dass unsere Kinder gut vorbereitet in die Zukunft starten, möglichst alle mitgenommen werden und wir selbst dabei nicht den Überblick verlieren?

Mit genau dieser Frage habe ich mich als Vertreter des fjs e.V. gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen auf Einladung von Microsoft in Seattle auseinandergesetzt. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse:

1. KI ist mehr als ein Werkzeug Künstliche Intelligenz ist kein simples Tool – und hoffentlich auch keine Waffe. Vielmehr ist sie ein zentraler Bestandteil eines neuen gesellschaftlichen Betriebssystems. Möglicherweise erleben wir gerade den tiefgreifendsten Wandel seit der Elektrifizierung. Der entscheidende Unterschied: Diesmal können wir ihn aktiv und gemeinsam gestalten. Und wir können lernen, klare Grenzen zu ziehen, wofür wir KI nutzen wollen – und wofür nicht.

2. Transformation braucht starke Partnerschaften Ein Wandel dieser Größenordnung gelingt nur, wenn Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Herausforderungen sind global, komplex und zu bedeutend, um sie einzelnen Akteuren zu überlassen.

3. Die eigene Organisation fit machen Bevor wir andere befähigen können, müssen wir bei uns selbst beginnen. Brad Smith zeigte in seiner Keynote eindrucksvoll, wie das aktuell mit Microsoft Elevate umgesetzt wird und wie sich Organisationen strukturell, kulturell und strategisch auf die Zukunft ausrichten können.

4. Junge Menschen brauchen starke Begleitung Unsere größte Chance liegt darin, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken. Dafür müssen wir vor allem Lehrkräfte beim Einsatz von KI unterstützen und zeigen, wie KI das Lernen verändern kann. Denn nur wer selbst erlebt, wie KI Lern- und Arbeitsprozesse transformiert, kann diesen Wandel auch sinnvoll begleiten.

5. Tech-affine Non-Profits als Schlüsselakteure Organisationen wie der fjs e.V., die technologisches Verständnis mit einer klaren gesellschaftlichen Vision verbinden, spielen eine zentrale Rolle. Sie kennen die Perspektiven der Zielgruppen, verstehen die Logik politischer Prozesse und sind mit den Dynamiken der Industrie vertraut. Genau dies erlaubt es ihnen, Brücken zu bauen – zwischen allen Beteiligten – und sie aktiv zu unterstützen.

Microsoft Elevate bringt das für mich treffend auf den Punkt: Menschen, Organisationen und Bildungseinrichtungen werden auf ein neues Level gehoben: fachlich, strukturell, aber auch menschlich. Und zwar so, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt. Denn: Wir machen den Unterschied.

Wir sind so dankbar, mit dem fjs e.V. Teil dieser großen Veränderung zu sein und bedanken uns herzlich für die Einladung und die Chance, diesen Prozess mitzugestalten.

Somanna Palacanda Naria Santa Lucia Hadi Partovi Astrid Aupperle Primo Amrein Jutta Schneider Harry Morgan

Originaldatum auf LinkedIn: 2025-07-13
Originalbeitrag auf LinkedIn

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Thomas Schmidt

Thomas Schmidt, Medien- und Kompetenzexperte entwickelt seit vielen Jahren mit Helliwood Bildungsinitiativen und -programme im Themenfeld der digitalen Bildung. Er steht regelmäßig in digitalen Klassenzimmern und Lernlaboren.