Kryptowährung Bitcoin in der Praxis

Viele meinen, die Blockchain-Technologie wird unseren Alltag mehr verändern, als sich das die meisten heute vorstellen können. Denn mithilfe dieser Verschlüsselungstechnologie lässt sich eine „sichere“ virtuelle Infrastruktur errichten.

Dabei ist die bekannteste dieser Anwendungen heute die Kryptowährung Bitcoin, die schon Hunderte oder noch mehr (über die genaue Zahl ist man sich nicht einig) Nachahmer gefunden hat.

Aber Blockchain findet nicht nur bei Währungen oder Zahlungssystemen Verwendung. Theoretisch und wahrscheinlich bald auch praktisch kann die Technologie auch E-Voting fälschungssicher machen, Akten und Verträge aufnehmen, die elektronische Buchführung voranbringen, den Aktienhandel oder das Crowdfunding revolutionieren und vieles mehr.

Schon heute sind Bitcoins im Alltag angekommen: Im inflationsgeschüttelten Venezuela sollen Bitcoins eine Art Ersatzwährung werden. Auch in Österreich kann man Kryptowährungen bereits in allen Postfilialen kaufen und blitzschnell online überweisen. In der Stadt Zug in der Schweiz bezahlen die Bürger/-innen seit 2016 öffentliche Dienstleistungen per Bitcoin, wenn sie wollen.

Aber es gibt auch viele Missverständnisse, falsche Darstellungen und verrückte, emotionsgeladenen Hoffnungen, die selbst seriöse Nachrichtendienste wie die ARD aufs Glatteis führen (dazu empfehle ich den Artikel im Notizblock von Torsten Kleinz).

Dessen ungeachtet haben im vergangenen Jahr Blockchain-Startups weltweit über 1,2 Milliarden Dollar in virtuelle Währungen umgewandelt. Die Generation der Gründer/-innen ist in dieser Szene so jung wie fast nirgends sonst. Der Gründer der zweitwichtigsten Kryptowährung mit dem Namen Ethereum heißt Vitalik Buterin und ist knapp 25 Jahre alt. Die Gründungsmitglieder des Ende Juni 2017 in Deutschland aus der Taufe gehobenen Bundesverbands „Bundesblock“ sehen alle aus wie unter 35. Alle diese Währungen haben eines gemeinsam: Auch wenn es immer wieder versucht wird, die Funktionsweise allgemein- oder überhaupt nur verständlich zu erklären: Am Ende bleibt doch alles sehr kryptisch.

Thomas Schmidt, Medien- und Kompetenzexperte entwickelt seit mehr als 15 Jahren mit der Agentur Helliwood Bildungsinitiativen und -programme im Themenfeld digitale Medien. Er vermittelt auf eine eigene Art die faszinierend einfache Botschaft, dass wir alle mit unseren ureigenen Stärken in der Lage sind, in einer voll digitalisierten Welt zu bestehen.

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