Die Nutzung digitaler Medien macht einsam

Das ist ein verbreiteter Mythos und totaler Unsinn, wie schon mehrfach nachgewiesen wurde – jüngst in der Studie „Immer online, immer allein?“ von Prof. Dr. Markus Appel. Um es kurz zu machen: Die Forscherinnen und Forscher finden mal wieder keine Belege für die Vereinsamung der Nutzerinnen und Nutzer, nicht einmal für ein geringeres gesellschaftliches oder politisches Engagement derselben. Tatsächlich sind die Jugendlichen von heute nach wie vor sehr engagiert: Mehr als ein Drittel ist ehrenamtlich und zivilgesellschaftlich auf vielfältige Weise in Vereinen, Verbänden oder anderen Zusammenschlüssen aktiv. Da gibt es also nichts zu meckern. Die Daten deuten sogar darauf hin, dass die Menschen, die verstärkt digitale Medien nutzen, sich gesellschaftlich stärker engagieren – und sie engagieren sich eben auch mithilfe des Internets. Das alles passt nun leider so gar nicht zum Mythos des einsamen und gesellschaftlich abgestumpften Jugendlichen.

Eine Befürchtung ist allerdings real: dass nämlich Eltern und Lehrkräfte durch die zahlreichen Mythen fehlgeleitet werden und Kinder und Jugendliche nicht in angemessener Weise beim Umgang mit digitalen Medien unterstützen.

Thomas Schmidt, Medien- und Kompetenzexperte entwickelt seit mehr als 15 Jahren mit der Agentur Helliwood Bildungsinitiativen und -programme im Themenfeld digitale Medien. Er vermittelt auf eine eigene Art die faszinierend einfache Botschaft, dass wir alle mit unseren ureigenen Stärken in der Lage sind, in einer voll digitalisierten Welt zu bestehen.

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