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„Nur dann bekommt man zahlende Eltern.“

„Die kostenlosen Apps sind Gelddruckmaschinen für die dahinterstehenden Firmen. Einer Untersuchung für den Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) nach lag der Umsatz bei Spiele-Apps für Erwachsene und Kinder im ersten Halbjahr 2017 bei 262 Millionen Euro. Davon entfielen bloß drei Prozent auf den Kauf kostenpflichtiger Anwendungen. Der Rest – 254 Millionen – entstand durch In-App-Käufe […].

Im Interview mit einem russischen Onlinemagazin für die Spielerbranche erzählt der Projektleiter des Unternehmens hinter den Mascha-und-der-Bär-Spielen, zehn bis 20 Prozent des Umsatzes kämen über In-App-Käufe, der Rest über Werbung. Und am Ende rät er: ‚Denkt daran, Kinder können nicht zahlen, sie wollen spielen. Nur dann bekommt man zahlende Eltern.“

Aus: Anna Biselli: „Bist du Single?“ – Tracking, Werbung und Abzocke in Kinder-Apps

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Verkehrte Welt
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Verkehrte Welt

Neulich an der Straßenecke: An einem schönen Spätsommertag stehen da zwei Väter ungefähr Ende dreißig. Beide schauen mit Tunnelblick auf ihr jeweiliges Smartphone, lesen und tippen abwechselt, während sie die Welt um sie herum kaum noch wahrnehmen. Was wohl gar nicht so einfach ist, denn einerseits stehen sie so ziemlich jedem im Weg – vor allem aber sind da zwei Jungs, ihre Söhne. Die haben einen Fußball dabei und quengeln, dass sie zum Spielplatz wollen, wobei sie ihren Vätern an den Armen zerren. Die lassen sich jedoch nicht ablenken und bleiben ganz entrückt in ihrer Smartphone-Welt versunken. Das Ganze geht noch eine Ewigkeit so weiter, bis die beiden Väter mit ihren Kindern endlich Richtung Spielplatz weiterziehen. Jetzt weiterlesen →

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